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Die erste Woche ohne Dich... 04. Juni 2018

Fast eine Woche ist es her, dass Du uns verlassen musstest.

Ich kann es immer noch nicht fassen und erwarte jeden Moment, Dich neben mir zu sehen oder Dein Spielgebell zu hören. Vergebens.

Erst jetzt schaffe ich es, diese Zeilen zu schreiben.

Im März 2012 habe ich Dich am Flughafen in Stuttgart in Empfang nehmen dürfen; völlig verwirrt und nervös entstiegst Du Deinem Transportkorb und es war schwierig, Dich anschließend ins Auto zu bekommen. Über neun Jahre warst Du da schon alt. Und diese langen Jahre hast Du fast ausnahmslos in der A.R.C.A. Jaén verbracht - ein Husky-Mix im tiefen Süden Spaniens, nur, weil die Menschen das so wollen und nicht nachdenken über ihr Tun und das, was bei ihrer Vermehrerei am Ende herauskommt. Zum Glück aber wurdest Du nicht in einer Tötung abgegeben, sondern warst in der A.R.C.A., bei Mar und Chon, die Dich gross gezogen und Dir geholfen haben, Dein Vertrauen in die Menschen nicht zu verlieren. Ich bin den beiden von Herzen dankbar, dass sie Dich, diesen wundervollen Hund, bei sich im spanischen Tierheim hatten, bis sich unsere Wege kreuzten und ich Dich beim Verein Viva-Animal auf der Homepage entdeckte.

Mitten in der Nacht kamen wir dann zu Hause an. Du kanntest keine Häuser, keine geschlossenen Räume, keine Treppen. In der Küche bist Du auf die Arbeitsplatte gesprungen, weil Du dachtest, Du könntest durch das Fenster entkommen - aus dem ersten Stock.

Doch nach ein paar Tagen hast Du viel dazu gelernt, warst vom ersten Tag an stubenrein und lerntest, dass ein Haus mit einem weichen Lager darinnen eigentlich ganz gut ist.

Mit jedem Tag, den Du da warst, zeigte sich ein Stück mehr Deines unglaublichen, ruhigen Charakters. Du warst immer der Boss unseres Hunderudels, hast Deine Stellung aber niemals mit Gewalt eingefordert. Du konntest alles ruhig und ohne Streit lösen, hattest Aggression nicht nötig, egal, ob mit den Hunden zu Hause oder mit fremden Hunden unterwegs.

 Unsere Pflegehunde, die wir aufnahmen, bevor ich mich beruflich veränderte, hast Du allesamt sofort akzeptiert, hast sie "haushundtauglich" gemacht - Du hast sie so gut erzogen, wie ich es nie vermocht hätte.
Niemals hätte sich einer getraut, an Dein Futter zu gehen, bis auf einen, der sehr krank und geschwächt war. Ohne Zögern hast Du Deinen gefüllten Napf für ihn freigegeben. Allerdings nur solange, bis er wieder gesund war.

Hätte mir vorher jemand eine solche Geschichte erzählt, ich hätte ihn milde belächelt. Zugleich aber hast Du niemals, aber auch nicht ein einziges Mal, eine Entscheidung, ein Kommando von mir in Frage gestellt. Du hast mir einfach alles geschenkt, vieles, was andere mit ihren Hunden trainieren müssen, so wie auch ich mit anderen Hunden als Dir trainieren muss.

Was haben wir alles zusammen erlebt. Du hast alles akzeptiert, was ich uns aufbürdete. Besonders die Mittelaltermärkte. Wenn es Zeit war, das Auto mit unserem Stand zu beladen, lungertest Du schon in der Nähe herum, um nur ja das Einsteigen nicht zu verpassen.

Einmal ist beim Abbauen während eines Gewitters unser Zelt mit den schweren Stangen und Planen beinahe über uns zusammengebrochen, ein anderes Mal haben wir beide und Dein ebenfalls schon verstorbener Kumpel Frey bei Minusgraden im Auto übernachtet, dann hatten wir Wasser im Zelt und so vieles mehr. Ja, und Frey, dem Angsthund, hast Du zu einem neuen Leben verholfen, einem Leben ohne ständige Panik, und hast ihm gezeigt, dass man vielen Menschen vertrauen kann.

Und dennoch, so tief unsere Bindung auch war, Du hast mich immer ein winziges Stück auf Distanz gehalten. Du warst kein Schmusehund, brauchtest wenig Körperkontakt und behieltest Dir ein kleines Fleckchen Deiner Seele ganz für Dich alleine. Unabhängig warst Du, und trotzdem wolltest Du immer mit mir zusammen sein. Bis auf ganz wenige Tage habe ich uns das auch ermöglichen können in diesen sechs Jahren, die wir zusammen hatten.

Ich hatte schon so viele Hunde, eigene und Pflegehunde, aber eine solch große Persönlichkeit wie Dich habe ich noch nicht kennen gelernt.

Vor zwei Jahren wurde dann Dein Gehör schlechter; Sehen konntest Du noch nie so wirklich gut, aber Du kamst super zurecht. Spaziergänge waren noch prima möglich, weil Du einfach immer darauf geachtet hast, in meiner Nähe zu sein. Dann, vor einem Jahr, wurde Deine Hinterhand schwächer, aber Du hast auch das gut gemeistert und nur ab und an ein paar Schmerzmittel gebraucht. Anfang diesen Jahres wurde es schlimmer, unsere Spaziergänge verliefen sehr, sehr langsam, aber Du warst noch ein solch lebensfreudiger Hund. Deinen Futternapf hatte ich höher gestellt und eine Matte davor gelegt, weil Du bei Deinen Mahlzeiten hinten sonst wegrutschtest.

Nach wie vor nahmst Du Deine jetzt starken körperlichen Schwächen wie ein wahrer König; Du hast Kompetenzen abgegeben und Dich bei Kontakten zu anderen Hunden zurückgezogen.

Cortison und Novalgin machten Dir das Leben noch erträglich, aber zum ersten Mal in Deinem Leben brauchtest Du mich wirklich, um den Alltag zu meistern. Ich half Dir, wo es nur ging. Aber dann konntest Du kaum noch laufen und vor einer Woche, in der letzten Nacht vor Deinem Tod, hattest Du keine Freude mehr am Gassi. Noch am Tag zuvor hattest Du Dich wie immer wahnsinnig gefreut, dass es losging.

Das war das letzte, eindeutige Signal. Auch die Tierärztin war der Meinung, dass es nun Zeit war.

LOCO, mein Herzenshund, mein stolzer, bester Freund, Adieu...
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